Gestern & Heute

KI-kolorierte Bilder aus Attenhausen

  • Volksschulklasse mit Lehrer Quirmbach 1927/28
  • Pflaumen entsteinen, v.l. Greta Schultheis, Johanette Maxeiner, Anna Klein, Ella Schmidt und Paula Wulf
  • Wilhelm Fachinger am Zügel des Selbstbindemähers
  • Franz Wulf mit dem ersten Büssing III LKW etwa 1929. IT war das Kennzeichen von Hessen-Nassau
  • Kuhgespann mit Henni Klöppel-Hannese am Zügel
  • Die Pflaumenernte wird von einem Duisburger Händler abgeholt
  • Phillip Merz 1911/12
  • Männergesangsverein "Eintracht Attenhausen - 1953 auf dem Spielplatz
  • Krämerladen Blech
  • ältestestes Fachwerkhaus, Ortsstraße. Hintergrund alte Schule

Geplanter Bau einer ev. Kirche in Attenhausen

evangelische Kirche in Attenhausen
evangelische Kirche in Attenhausen Das Projekt in einer virtuellen Ansicht



So hätte es sein können! Um die Jahrhundertwende zum zwanzigsten Jahrhundert gab es Bestrebungen, Attenhausen mit einer eigenen evangelischen Kapelle / Kirche auszustatten. Schließlich war hier das einzige Dorf im Umland ohne eigene Kapelle zur Andacht für die gläubigen Mitbewohner der Gemeinde. Kördorf, Seelbach, Obernhof hatten alle eine eigene Kirche. In Singhofen gar gab es mit dem "Einrichdom" sogar eine überregionale Großkirche.

Die Anstrengungen der Gemeinde gipfelten um 1900 in einem Vorentwurf mit Bauzeichnungen des Neubaues. Sogar einen Lageplan für die Baustelle gab es, inmitten des Ortes zwischen den Parzellen sollte der Bau erstellt werden.
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Kirchenprojekt 1900

virtuelle KI-Außenansicht virtuelle KI-Innenansicht Querschnitt mit Innenansicht Seitenansicht Lageplan im Ort Vorderansicht virtuelle Seitenansicht durch KI mit unterschiedlichen Merkmalen

Bomben auf Attenhausen

Gedenkläuten zum 80. Jahrestag

Die Ortsgemeinde plant, am 25. Februar 2025 zur 80jährigen Wiederkehr des Ereignisses, mit der Rathausglocke ein 10minütiges Trauerläuten anzustimmen.

Gegen Ende des zweiten Weltkrieges lagen die Städte Deutschlands mit ihren Industrieanlagen, den Eisenbahnknotenpunkten und Brücken zumeist in Trümmern. Im Gegensatz dazu war das flache Land relativ unbeschadet davongekommen. Umso merkwürdiger erscheint uns der Bombenangriff auf ein strategisch unbedeutendes Dorf im Nassauer Land. Die Stadt Nassau selbst hatte bereits Anfang Februar, am 1. und 2. Februar des Jahres 1945, zwei schwere Angriffe erlebt und ein weiterer, noch schwererer, sollte am 19. März erfolgen. Da waren die Ziele aber eher die Infrastruktur gewesen. So war die Kettenbrücke über die Lahn und die doppelgleisige Eisenbahnstrecke zwischen Koblenz und Limburg ein interessanteres strategisches Ziel der Alliierten, um der deutschen Wehrmacht den Bewegungsraum zu nehmen. Dann am 25. Februar ein Angriff auf Attenhausen.

Man kann über die Gründe nur spekulieren, die die vier Bomber, vermutlich B-26 Marauder der 9. USAF, dazu bewegten, ihre je 1800 kg Bombenlast um 13:07 Uhr in den kleinen Ort abzuladen. Großräumige Durchgangsstraßen sind nicht vorhanden und die Flak-Geschütze der Fliegerabwehr waren in Singhofen entlang der Bäderstraße gruppiert. Auch die Vorstellung, damit den lokalen Ortsgruppenleiter der NSDAP zu treffen, kann nur spekulativ sein. Vielleicht wollte der Verband auf dem Rückflug zu seinen Feldflugplätzen in Frankreich nur die Bombenlast loswerden und traf damit einen völlig unbeteiligten Ort.

Tragisch war der zehnminütige Angriff an einem schönen Sonnentag auf das Dorf trotzdem. Zwölf tote Einwohner waren an diesem wolkenfreien Konfirmations-Sonntag nach dem nur 10-minütigen Bombenangriff zu beklagen. Zehn Personen wurden sofort in den Trümmern ihrer Häuser erschlagen, zwei weitere starben anschließend im Lazarett in Scheuern. 68 Häuser waren schwer, teils leicht beschädigt. Die meisten hatten keine Scheiben mehr, einige Dächer waren abgedeckt. Auch die alte Schule hatte der Luftdruck der Explosionen schwer mitgenommen, eine Decke im oberen Stock war eingebrochen, Fensterrahmen und -scheiben geborsten. Lehrerin Maria Hoß notierte, dass zwei ihrer Schülerinnen den Tod gefunden hatten.

Die Namen der Opfer, heute noch auf dem Krieger-Ehrenmal nachzulesen, waren:
Heinrich Hanewald sen., Karoline Hanewald, Heinrich Hanewald jun., Toni Meisner, Marlit Meisner, Wilhelmine Dillenberger, Lina Dillenberger, Hilde Dillenberger, Ruth Brundert, Amanda Bruchhäuser, Willi Bingel, Paul Boris.
Unter den Toten war auch ein französischer Kriegsgefangener im Zwangseinsatz bei Bauern. Aus den benachbarten Lagern kamen ein französischer Feldgeistlicher und weitere Soldaten, um ihrem Kameraden das letzte Geleit zu geben.

Bleibt zu hoffen, dass unser Dorf auch in bewegten Zeiten wie diesen, wo an allen Ecken der Welt Konflikte den Erdball erschüttern, nicht wieder unvermittelt mit Bomben oder Raketen angegriffen wird.

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Quellen: Rhein-Lahn-Zeitung vom 25./26.02.1995. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. Geschichtsverein Nassau, Dr. Meinhard Olbrich. Sturm am Mittelrhein, Stefan Michels. Bilder: eigene, B-26 Wikipedia

Friedhofskapelle

mit KI kolorierte schwarz/weiß Bilder

Feier am Ehrenmal 1953 mit Lehrer Blume anl. 75. Jubiläum Gesangsver.
Volksschulklasse 22.03.1930 mit Lehrer Quirmbach
Ortsstraße um 1930
Dreschscheune mit "der Schworz" Dampfmaschine
Franz Wulf 1929, erster LKW
Bild KI bearbeitet

Luftbilder

Alte Schule

Dreschscheune

Hof mit Dreschmaschine bei Familie Paul

Reusch Haus

Ortsstrasse Haus

Ortsstrasse

Remise

Bild KI bearbeitet

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